{"id":5120,"date":"2019-07-22T09:18:15","date_gmt":"2019-07-22T07:18:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.samita.be\/?p=5120"},"modified":"2019-09-19T18:38:00","modified_gmt":"2019-09-19T16:38:00","slug":"deutsch-die-schlange-gurrangatch-und-der-jager-mirragan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.samita.be\/de\/2019\/07\/22\/deutsch-die-schlange-gurrangatch-und-der-jager-mirragan\/","title":{"rendered":"Die Schlange Gurrangatch und der J\u00e4ger Mirragan"},"content":{"rendered":"<p><em>(<a href=\"https:\/\/lokanta.github.io\/2019\/06\/28\/sakyadhita\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Essay von Bhante Sujato;<\/a> deutsch von Anagarika Sabbamitta.)<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<blockquote><p>Diesen Aufsatz hat Bhante Sujato bei einer Plenarsitzung auf der Sakyadhita-Konferenz 2019 in Leura, NSW, vorgetragen. Die Erderw\u00e4rmung stellt eine nie dagewesene Bedrohung f\u00fcr das \u00dcberleben unserer Zivilisation und Kultur dar, sogar ganz direkt f\u00fcr unser Leben. Der Mythos der Aborigines von Gurrangatch und Mirragan erz\u00e4hlt von einer Zeit, in der das Land der Blue Mountains in einem \u00dcberlebenskampf geformt wurde, einem Kampf, der sowohl von Leidenschaft als auch von Z\u00fcgelung gepr\u00e4gt war. Die Zukunft war nie unsicherer. Dennoch zeigen uns unsere Weisheitstraditionen Wege auf, wie wir \u00fcber Ver\u00e4nderung reden und auf sie reagieren k\u00f6nnen; wir, mit Bewusstsein begabte Individuen, die in der Lage sind, nachzudenken und unsere Antworten selbst zu w\u00e4hlen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich m\u00f6chte euch allen heute etwas aus meinem eigenen Land vorstellen. Wir haben die Weisheit unserer indigenen V\u00f6lker herabgesetzt oder vernachl\u00e4ssigt, und der Preis f\u00fcr diese Vernachl\u00e4ssigung wird immer deutlicher, je mehr sich unser Klima ver\u00e4ndert und die Natur zur\u00fcckgeht. Die Aborigines haben sich 50.000 Jahre lang um dieses Land gek\u00fcmmert, und wir haben es geschafft, es in wenigen Jahrhunderten kleinzukriegen.<\/p>\n<p>Um das Jahr 1900 hat sich ein Ethnologe und Landvermesser namens R.H. Mathews mit dem Volk der Gundungurra aus dem Burragorang-Tal getroffen und die Sch\u00f6pfungsgeschichte \u00fcber die Schlange Gurrangatch und den J\u00e4ger Mirragan aufgezeichnet; dar\u00fcber, wie ihr Kampf Fl\u00fcsse, Berge und T\u00e4ler formte, die wir heute als die Blue Mountains kennen.<\/p>\n<p>Ich geh\u00f6re nicht zum Volk der Gundungurra, und das ist nicht meine Geschichte. Dennoch ist es mein Land; nicht im Sinn von Besitztum, sondern im Sinn von Zugeh\u00f6rigkeit und Beziehung. Ich werde niemals v\u00f6llig erfassen k\u00f6nnen, was es hei\u00dft, mit dem Land zusammen eine Geschichte zu sein; dass mein Lied das Lied des Landes ist. Ich erlebe die Geschichte von Gurrangatch und Mirragan nicht, indem ich \u00fcber die Pfade wandere, die sie in der Erz\u00e4hlung geformt haben, unter den Bergen Schutz finde, die sie aufget\u00fcrmt haben, und aus den B\u00e4chen trinke, durch die sie geschwommen sind, sondern \u00fcber das Zusammenwirken von \u00dcbersetzern und Technologien, entfernt und abstrahiert. Ich kann euch nicht sagen, was diese Geschichte f\u00fcr das Volk bedeutete, das an diesem Ort lebte. Ich kann nur sagen, was sie f\u00fcr mich bedeutet, und kann euch heute ihre Geschichte erz\u00e4hlen, in einem Geist tiefsten Respekts vor dem Volk der Gundungurra und ihrer Kultur. Es ist eine Geschichte \u00fcber das Morgengrauen; wir wollen sehen, was sie uns, die wir im Abendlicht leben, zu sagen hat.<\/p>\n<p>Lass die Schlangen die Geschichte erz\u00e4hlen, indem du ihnen von S\u00fcden nach Norden folgst, und h\u00f6r zu, wie Tante Val Mulcahy, eine indigene Geschichtenerz\u00e4hlerin, sie in ihre eigenen Worte fasst.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/u\/0\/embed?mid=1ygbBtBZ4-meK40TFtfejGkK8tTD7OcOh&amp;hl=en&amp;ll=-34.020354041293274%2C150.18808385&amp;z=9 \" width=\"500\" height=\"450\"><\/iframe><\/p>\n<details>\n<summary>Deutsche \u00dcbersetzung der Geschichte, die die Schlangen auf der Karte erz\u00e4hlen<\/summary>\n<ol>\n<li>\n<h4>Gurrangatchs Heimat, Murrawall<\/h4>\n<p>Gurrangatch war ein Burringilling, ein m\u00e4chtiger Geist der Traumzeit, halb Fisch, halb Reptil. Er lebte dort in den tiefen Wassern, bis der Beutelmarder Mirragan, ein fanatischer J\u00e4ger, der geringere Beute verschm\u00e4hte, einen fl\u00fcchtigen Blick auf Gurrangatchs blitzendes Auge erhaschte. Als es ihm nicht gelang, die leuchtende Schlange mit dem Speer zu erjagen, vergiftete Mirragan das Wasser mit Hickoryrinde, aber er erreichte lediglich, Gurrangatch zur Flucht zu zwingen. Mirragan war keiner, der eine so pr\u00e4chtige Beute entkommen lie\u00df, und nahm die Verfolgung auf.<\/li>\n<li>\n<h4>Gurrangatch \u00e4ndert seine Meinung<\/h4>\n<p>W\u00e4hrend er verzweifelt floh, schuf Gurrangatch Fl\u00fcsse, Schluchten und unterirdische Durchg\u00e4nge. Er floh entlang des Flusses Guineacor, aber dort traf er auf Fels, der selbst f\u00fcr ihn zu hart war. So machte er kehrt und folgte weiter dem Fluss Wollondilly aufw\u00e4rts.<\/li>\n<li>\n<h4>Gurrangatch wandert stromaufw\u00e4rts<\/h4>\n<p>Mit seinen bemerkenswerten Kr\u00e4ften arbeitete sich Gurrangatch stromaufw\u00e4rts vor. Als er die Quelle des B\u00e4chleins erreichte, st\u00fcrzte er sich direkt durch die Erde hindurch zu den H\u00f6hlen.<\/li>\n<li>\n<h4>Gurrangatch taucht bei den Wombeyan-H\u00f6hlen auf<\/h4>\n<p>Hier holte Mirragan die Schlange ein und machte ein tiefes Loch, um sie zum Herauskommen zu zwingen. Aber Gurrangatch kannte ihn und floh zur\u00fcck, Jock&#8217;s Creek hinab.<\/li>\n<li>\n<h4>Mirragans Frau versucht es mit Vernunft<\/h4>\n<p>Beim Herankommen des Furcht erregenden Gurrangatch, der das Wasser so anschwellen lie\u00df, dass es selbst die Felsen aufw\u00fchlte, floh Mirragans Familie voller Entsetzen hinauf in die Berge. Mirragans Frau flehte ihren Mann an, seine fanatische Jagd aufzugeben, erfolglos. Mirragan und Gurrangatch k\u00e4mpften lange Zeit, wobei sie die Felsen gl\u00e4tteten.<\/li>\n<li>\n<h4>Gurrangatch wendet sich nach links<\/h4>\n<p>Mirragan schlug mit seiner Keule zu, aber Gurrangatch wehrte ihn mit seinem Schwanz ab und wandte sich zum Fluss Cox.<\/li>\n<li>\n<h4>Gurrangatch gestaltet die Landschaft<\/h4>\n<p>Mirragan lie\u00df nicht von seiner Verfolgung ab, und Gurrangatch drehte und wendete sich durch das Land und formte Berge, T\u00e4ler und Fl\u00fcsse in Black Hollow, Katoomba, Reedy Creek, Karangatta, Kanangra, Harry\u2019s Creek, und auch die pr\u00e4chtigen Wentworth-F\u00e4lle und die Schlucht am Jamison Creek.<\/li>\n<li>\n<h4>Gurrangatch wird m\u00fcde und erf\u00e4hrt Hilfe von seinen Verwandten<\/h4>\n<p>Schlie\u00dflich erm\u00fcdete selbst der m\u00e4chtige Gurrangatch. Zum Gl\u00fcck traf er bei den Jenolan-H\u00f6hlen ein paar Verwandte, die ihn bei Joolundoo versteckten.<\/li>\n<li>\n<h4>Mirragan wirbt Verb\u00fcndete an<\/h4>\n<p>Doch auch Mirragan hatte Freunde, gro\u00dfartige Taucher, die drau\u00dfen im Westen lebten. Er warb Billagoola den Kormoran an, Goolagwangwan den Tauchvogel, Gundharen die schwarze Ente und Gooharring die Waldente.<\/li>\n<li>\n<h4>Mirragan f\u00e4ngt Gurrangatch<\/h4>\n<p>Mit seinen neuen Verb\u00fcndeten folgte Mirragan Gurrangatch zu seinem Versteck im Fischfluss oder Duckmaloi, genannt Joolundoo. Der Kormoran, die schwarze Ente und die Waldente scheiterten; sie fanden nur kleine Fische oder gar keine. Aber der Tauchvogel Goolagwangwan fand die gro\u00dfe Schlange. Da er sie nicht von ihrem Platz tief in dem Wasserloch fortbringen konnte, riss er ein gro\u00dfes St\u00fcck von ihrem Fleisch heraus. Mirragan und seine Freunde waren damit zufrieden, hielten ein Festmahl und gingen nach Hause.<\/li>\n<\/ol>\n<\/details>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"vimeo-player\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/117995903\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vimeo.com\/117995903\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gurangatch gegen Mirragang<\/a> von <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/seanobrienfeatures\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Filmemacher Sean O&#8217;Brien<\/a> auf <a href=\"https:\/\/vimeo.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vimeo<\/a>.<\/p>\n<h2>Echos aus mythischer Zeit<\/h2>\n<p>Wie es bei tiefgr\u00fcndigen Mythen stets der Fall ist, kann man in dieser Geschichte viele Motivstr\u00e4nge erkennen. Es ist ein Kampf kosmischer Kr\u00e4fte, ein Echo feuriger Urgewalten, die das Land in geologischen Zeitr\u00e4umen gepr\u00e4gt haben. Gurrangatch ist eine Verk\u00f6rperung der sogenannten \u201eRegenbogenschlange\u201c, die in zahllosen Sch\u00f6pfungsmythen der Aborigines vorkommt. Die Drachen- oder N\u0101gamythologie, die in buddhistischer Erz\u00e4hlung und Ikonografie eine so wesentliche Rolle spielt, sch\u00f6pft aus dem gleichen Satz mythischer Konnotationen: dem Motiv der formlosen m\u00e4chtigen Schlange, die sich in den Tiefen der Erde verbirgt. Die Suttas sprechen von einer Schlange, die mit feurigem Atem daher gleitet und dabei einen Regenbogen aus Farben erscheinen l\u00e4sst (SN 3.1). Im Wat Saman Rattanaram in Chachoengsao wurde sie auf herrlich kitschige Art zum Leben erweckt.<\/p>\n<div id=\"attachment_5124\" style=\"width: 1096px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5124\" class=\"size-full wp-image-5124\" src=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rainbow-naga-re30.jpg\" alt=\"rainbow naga\" width=\"1086\" height=\"444\" srcset=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rainbow-naga-re30.jpg 1086w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rainbow-naga-re30-300x123.jpg 300w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rainbow-naga-re30-768x314.jpg 768w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rainbow-naga-re30-1024x419.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1086px) 100vw, 1086px\" \/><p id=\"caption-attachment-5124\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Regenbogen-Naga im Wat Saman Rattanaram.<br \/>Quelle: <a href=\"https:\/\/amazing-bangkok.com\/en\/sightseeing\/wat-saman-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/amazing-bangkok.com\/en\/sightseeing\/wat-saman-2\/<\/a><\/p><\/div>\n<p>In dem eigenartigen Vammika-Sutta (MN 23) muss der Protagonist graben, graben, graben und all die merkw\u00fcrdigen Dinge wegwerfen, die dabei zum Vorschein kommen. Zuallerunterst liegt ein N\u0101ga, doch der darf nicht weggeworfen werden: Es ist der Erwachte, ihn muss man ehren und achten. Der metaphorische Weg zur Erleuchtung ist hier nicht der Aufstieg in h\u00f6here geistige Sph\u00e4ren, sondern das Freilegen der Schichten des Unbewussten. Der N\u0101ga symbolisiert die allerunterste Schicht, das, was man behalten und nicht verwerfen soll.<\/p>\n<p>Mirragan kommt in der Geschichte einem menschlichen Protagonisten am n\u00e4chsten. Er ist eine \u201eTigerkatze\u201c oder ein \u201eBeutelmarder\u201c, eins der zahlreichen Gesch\u00f6pfe, die in diesen W\u00e4ldern leben und die weder K\u00e4ngurus noch Koalas sind. Heutzutage sind Beutelmarder recht selten. Seit der wei\u00dfe Mann kam, ist eine Art ausgestorben, und alle \u00fcbrigen gehen zur\u00fcck und sind bedroht.<\/p>\n<div id=\"attachment_5126\" style=\"width: 521px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5126\" class=\"size-full wp-image-5126\" src=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Spotted_Tail_Quoll_2011-re-25.jpg\" alt=\"spotted tail quoll\" width=\"511\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Spotted_Tail_Quoll_2011-re-25.jpg 511w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Spotted_Tail_Quoll_2011-re-25-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 511px) 100vw, 511px\" \/><p id=\"caption-attachment-5126\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: Riesenbeutelmarder.<br \/>Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Spotted_Tail_Quoll_2011.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Spotted_Tail_Quoll_2011.jpg<\/a><\/p><\/div>\n<p>Der Beutelmarder ist ein S\u00e4ugetier, flink und findig. Mirragans Methoden und Listen \u2014 Gift, Speer, Keule \u2014 sind Gurrangatchs urt\u00fcmlicher Kraft \u00fcberlegen. Er ist leidenschaftlich, stolz und f\u00e4hig, aber bringt mit seiner Besessenheit sich und seine Familie in Gefahr. Nur seine Frau spricht Worte der M\u00e4\u00dfigung und Weisheit. Helden wie Mirragan bleiben in Erinnerung, weil sie so ausgesprochen selten sind. Viel h\u00e4ufiger sind diejenigen anzutreffen, die sich unterwegs vom Ziel abbringen lassen; oder die, die auf die Bitten der Frau h\u00f6ren und die heldenhafte Suche zugunsten eines geringeren, h\u00e4uslichen Gl\u00fccks aufgeben. In dieser Geschichte spielt die Frau die gleiche Rolle wie Yasodhara: Sie steht f\u00fcr das normale Leben, das zufriedene Leben derer von uns, die keine Helden sind. Auf jeden gro\u00dfen Mythos, der davon erz\u00e4hlt, sie zur\u00fcckzulassen, kommen tausend Geschichten \u00fcber den, der die Suche aufgab; denn wer k\u00f6nnte es ihm ver\u00fcbeln?<\/p>\n<p>Aber Mirragans wahre St\u00e4rke liegt nicht in seiner Ausdauer und seiner Schl\u00e4ue, sondern darin, dass er B\u00fcndnisse schmiedet. Er vermittelt die unmissverst\u00e4ndliche Botschaft, wie wichtig es ist, Freundschaften zu schlie\u00dfen und Beziehungen zu unterhalten: Erst nachdem er die V\u00f6gel dazu holt, kann er gewinnen. Ihr Angriff auf Gurrangatch, die V\u00f6gel des Himmels, die das unterirdische Monster in den Tiefen ausfindig machen, erinnert an den universellen mythischen Kampf zwischen dem Ph\u00f6nix oder Garuda und der Schlange oder dem N\u0101ga.<\/p>\n<h2>Bewusste Inkorporation<\/h2>\n<p>In all diesen und vielen weiteren Motiven findet man interessante Punkte, Lektionen, die man lernen, Weisheit, die man sammeln kann. Aber es ist ein kleines Detail, das es mir am meisten angetan hat.<\/p>\n<p>Ebenso wie das Vammika-Sutta uns anr\u00e4t, \u201eden Drachen in Ruhe zu lassen\u201c, gelingt es dem Tauchvogel nicht, das Monster von seinem Platz fortzubringen. Er begn\u00fcgt sich damit, ein St\u00fcck vom Fleisch der Schlange abzurei\u00dfen. Dieses verzehren sie und nehmen so den K\u00f6rper der Schlange in ihren eigenen auf, sie werden eins im Fleisch. Mirragan, bei all seiner zerst\u00f6rerischen Besessenheit, die Bestie zu erlegen, ist eben damit zufrieden.<\/p>\n<p>In der griechischen Mythologie war Athene eine Kriegerin, die mit der Eule als Symbol der Weisheit und der Olive als Symbol f\u00fcr Ackerbau und Zivilisation verbunden war. Ihre heilige Olive hat im Mittelmeerraum bis heute Fr\u00fcchte getragen, aber selbst die G\u00f6ttin kann den Klimawandel nicht aufhalten: Italien erlebt in diesem Jahr einen R\u00fcckgang der Olivenernte um 57%<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref1\" href=\"#fn1\">[1]<\/a><\/sup>. Athene war eine durch und durch moderne G\u00f6ttin, die zu einem kosmopolitischen und gebildeten Volk passte. Zu ihren zahlreichen Tugenden geh\u00f6rte es auch, dass sie Helden half, den Drachen zu bezwingen. Hier sieht man sie, wie sie, mit der Eule in der Hand, gebieterisch bei der Schlange steht, der W\u00e4chterin des Goldenen Vlieses, als diese Jason freil\u00e4sst.<\/p>\n<div id=\"attachment_5128\" style=\"width: 886px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5128\" class=\"size-full wp-image-5128\" src=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Douris_cup_Jason_Vatican_16545-re55.jpg\" alt=\"jason regurgitated by snake\" width=\"876\" height=\"893\" srcset=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Douris_cup_Jason_Vatican_16545-re55.jpg 876w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Douris_cup_Jason_Vatican_16545-re55-294x300.jpg 294w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Douris_cup_Jason_Vatican_16545-re55-768x783.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 876px) 100vw, 876px\" \/><p id=\"caption-attachment-5128\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 3: Jason wird von der Schlange ausgew\u00fcrgt, die das Goldene Vlies verwahrt (Mitte, im Baum h\u00e4ngend); Athene steht zur Rechten. Rotfigurige Vase von Duris. Attische rotfigurige Keramik, ca. 480\u2013470 v.Chr., aus Cerveteri (Etrurien).<br \/>Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Douris_cup_Jason_Vatican_16545.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Douris_cup_Jason_Vatican_16545.jpg<\/a><\/p><\/div>\n<p>Doch was tr\u00e4gt sie auf der Brust? Kein Symbol der Sch\u00f6nheit und Tugend, mit denen sie assoziiert wird, sondern etwas weit Groteskeres: den abgeschlagenen Kopf der Schlangeng\u00f6ttin Medusa, die mit ihrem Blick M\u00e4nner in Stein verwandelte. Wie sie zu diesem grausigen Relikt kam, ist eine andere Geschichte; aber der entscheidende Punkt ist: Das Neue kann das Alte nicht vollst\u00e4ndig hinter sich lassen.<\/p>\n<p>Was bedeutet es, mit dem Monster eins im Fleisch zu werden? Es ist die Anerkenntnis der Tatsache, dass wir, wenn wir reformieren, zwar in gewisser Weise Fortschritte machen, aber auch unbewusst ein Echo der dunklen Seite dessen, was wir reformiert haben, in uns aufnehmen. Wir denken, wir seien besser, wir h\u00e4tten die dunkle Seite \u00fcberwunden und seien rein: Das ist unsere Versuchung, unsere Hybris, unser Schatz.<\/p>\n<p>Wie oft haben wir Reformer gesehen, die in k\u00fcrzester Zeit schlimmer wurden als das, was sie ersetzt haben? In der Politik passiert das st\u00e4ndig. In reformatorischen spirituellen Gemeinschaften k\u00f6nnen wir h\u00e4ufig sehen, wie Hierarchien wieder auferstehen, wie wertende Regeln und strenge Ma\u00dfst\u00e4be eingef\u00fchrt werden, wie sittliche Reinheit unterstellt, G\u00fcter, Ruhm und Ansehen missbraucht sowie Lehren manipuliert werden, um den Interessen der Machthaber zu dienen. Wir m\u00fcssen lernen, wie dysfunktionale Verhaltensweisen in spirituellen Gemeinschaften laufen, damit wir sie aufgeben k\u00f6nnen. Und das k\u00f6nnen wir nur, wenn wir uns gleicherma\u00dfen des Werts der Vergangenheit bewusst sind, dessen, was in unseren Traditionen wahrhaft ehrw\u00fcrdig ist, damit wir es bewahren und ihm neues Leben verleihen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn wir nur das Fleisch des Alten in das Neue aufnehmen und die alten Muster weiterspielen, ist die Versuchung gro\u00df, zu denken, die Verfolgung lohne sich nicht; vielleicht h\u00e4tten wir doch besser auf Mirragans Frau h\u00f6ren sollen. Psychologisch gesehen ist jedoch das Eingliedern eines Teils des Alten in das Neue an sich ein heilsamer Vorgang, ein wesentlicher Bestandteil inneren Wachstums. Sicherlich kann das schiefgehen, wie jeder Entwicklungsprozess. Aber Neues wird nicht aus dem Nichts heraus erfunden. Es muss auf dem aufbauen, was vor ihm kam. Das Alte in sich aufnehmen ist ein Akt des Mitgef\u00fchls: Es zeigt eine Verbindung zwischen dem einen und dem anderen auf. Es zeigt, dass das Alte, mit all seinen Schw\u00e4chen, nichts anderes war als ein System, das Menschen errichtet haben, um zu leben. Ja, sie machten Fehler, und ja, wir m\u00fcssen es besser machen. Aber auch wir sind Menschen und werden auch wieder Fehler machen.<\/p>\n<p>Eine Schl\u00fcssellektion \u00fcber das Wesen der Tradition habe ich von Ken Colbung gelernt, einem Stammes\u00e4ltesten der Aborigines vom Volk der Nyoonga. Ich war erst neunzehn Jahre alt und half, ein Seminar \u00fcber Vegetarismus zu organisieren. Als ich h\u00f6rte, dass Ken Vegetarier war, rief ich ihn an und fragte, ob er mit mir zusammen vortragen w\u00fcrde, und er stimmte freundlicherweise zu. Er erkl\u00e4rte, dass Tiere nach seinem \u00fcberlieferten Glauben als Br\u00fcder und Schwestern betrachtet w\u00fcrden, und dass sie daher nur get\u00f6tet w\u00fcrden, wenn es unbedingt notwendig war. Ein J\u00e4ger pflegte sich bei dem Tier zu entschuldigen und ihm zu erkl\u00e4ren, dass er das Fleisch brauchte, um seine Familie zu ern\u00e4hren, und er bat um Vergebung daf\u00fcr. Heutzutage, sagte er, sei es nicht n\u00f6tig, zu t\u00f6ten; er k\u00f6nne doch eben mal zum Markt fahren und Tofu kaufen!<\/p>\n<p>Das hei\u00dft es, eine lebendige Tradition zu haben. Sie ist kein versteinertes Fossil, sondern etwas Organisches, das sich fortentwickelt; wir denken dar\u00fcber nach, w\u00e4gen ab, diskutieren dar\u00fcber und verbessern es. Wir sind uns der Art und Weise bewusst, in der wir von der Vergangenheit gepr\u00e4gt sind, zum Guten oder zum Schlechten, und wir versuchen, es besser zu machen. Aber dieses Bewusst-sein \u2014 sich die Dinge wirklich anschauen \u2014 erfordert Courage.<\/p>\n<h2>Tiefgreifende Anpassung<\/h2>\n<p>Zu Gewahrsein und innerer Auseinandersetzung geh\u00f6rt es, Entscheidungen zu treffen. Wir m\u00fcssen uns nicht von den Programmen der Vergangenheit bestimmen lassen, denn der Kampf von damals ist nicht unser Kampf. Wir stehen vor neuen Aufgaben, und unsere gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist die globale Erw\u00e4rmung. Wenn unsere Moral die Moral der Vergangenheit ist und unser Bewusstsein das Bewusstsein der Vergangenheit, dann entscheiden wir uns daf\u00fcr, f\u00fcr die Zukunft nicht ger\u00fcstet zu sein. Den Buddhismus zu reformieren ist gro\u00dfartig; bewusste spirituelle Gemeinschaften zu gr\u00fcnden ist gro\u00dfartig; die Geschlechtergerechtigkeit zu verbessern ist gro\u00dfartig: Aber nichts davon spielt noch eine Rolle, wenn unser gesamtes \u00d6kosystem am Zusammenbrechen ist. Angesichts der bevorstehenden existenziellen Gefahr der Klimakatastrophe m\u00fcssen all unsere moralischen Ma\u00dfst\u00e4be und Vorstellungen dringend \u00fcberdacht werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_5130\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5130\" class=\"size-full wp-image-5130\" src=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/co2_800k.png\" alt=\"CO2 over 800.000 years\" width=\"1000\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/co2_800k.png 1000w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/co2_800k-300x180.png 300w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/co2_800k-768x461.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-5130\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 4: Atmosph\u00e4risches CO2 in den letzten 800.000 Jahren.<br \/>Quelle: <a href=\"https:\/\/static.skepticalscience.com\/graphics\/CO2_history_1024.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/static.skepticalscience.com\/graphics\/CO2_history_1024.jpg<\/a><\/p><\/div>\n<p>Globale Erw\u00e4rmung umgibt und durchdringt uns \u00fcberall. Wir nehmen das Fleisch der Ver\u00e4nderung in uns auf mit der Luft, die wir atmen, mit dem Wasser, das wir trinken; es geht uns in Fleisch und Blut \u00fcber. Schau dich um, sieh die m\u00e4chtigen endlosen W\u00e4lder, die seit den Tagen von Mirragan und Gurrangatch bestehen. Australien holzt \u2014 noch \u2014 seine W\u00e4lder mit am schnellsten von allen L\u00e4ndern der Erde ab. Dieser Bundesstaat, New South Wales, ist eins der gr\u00f6\u00dften Kohleabbaugebiete weltweit; und es ist kein Zufall, dass der Anteil erneuerbarer Energien an unserer Stromproduktion bei armseligen 13% festh\u00e4ngt. Es ist unglaublich: Unsere Politiker sagen uns, dass &#8222;jetzt&#8220; der richtige Zeitpunkt sei, den Bau neuer Kohlekraftwerke voranzutreiben<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref2\" href=\"#fn2\">[2]<\/a><\/sup>, w\u00e4hrend Millionen Fische sterben und wir nicht einmal eine Vorgabe f\u00fcr erneuerbare Energien haben<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref3\" href=\"#fn3\">[3]<\/a><\/sup>. Wenn wir das Licht einschalten, t\u00f6ten wir diese B\u00e4ume. Sie sterben wegen unseres Lebensstils. Die Baumkronen d\u00fcnnen aus, es gibt weniger Samen, Feuer nehmen zu und die Regenerationsf\u00e4higkeit der B\u00e4ume bricht zusammen; so sehr, dass selbst n\u00fcchterne Wissenschaftler sagen, \u201edas Ganze l\u00f6st sich auf\u201c<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref4\" href=\"#fn4\">[4]<\/a><\/sup>. Arten sterben aus, bevor wir auch nur von ihrer Existenz wissen. Australien verliert seine Fr\u00f6sche; sie sind f\u00fcr \u00c4nderungen des Wasserzulaufs und der Temperatur besonders empfindlich<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref5\" href=\"#fn5\">[5]<\/a><\/sup>. Australien durchleidet ein weiteres Jahr mit Rekordtemperaturen, und D\u00fcrre, Feuer, Hitze und alle Arten weniger offensichtlicher Ver\u00e4nderungen schaffen eine verborgene, unsichtbare Krise f\u00fcr zahllose kleine Gesch\u00f6pfe des Waldes<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref6\" href=\"#fn6\">[6]<\/a><\/sup>, wie etwa die Possums, die durch den Hitzestress einfach tot von den B\u00e4umen fallen<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref7\" href=\"#fn7\">[7]<\/a><\/sup>. Es ist nicht nur an Land; tats\u00e4chlich sammelt sich der bei weitem gr\u00f6\u00dfte Teil der zus\u00e4tzlichen W\u00e4rme auf der Erde in den Ozeanen; diese leiden jetzt unter \u201eHitzewellen\u201c, die Seetangw\u00e4lder und Korallenst\u00e4dte vernichten<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref8\" href=\"#fn8\">[8]<\/a><\/sup>. Und w\u00e4hrend ich schreibe, sehen sich die Einheimischen auf den Solomon-Inseln einer schwarzen Flut toter Fische gegen\u00fcber. Sie k\u00f6nnen nicht mehr schwimmen und haben nichts mehr zu essen, da ihr Wasser durch einen \u00d6lteppich vergiftet wurde<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref9\" href=\"#fn9\">[9]<\/a><\/sup>. Der Bergbaukonzern Glencore wurde inzwischen gezwungen, die Finanzierung verdeckter Operationen aufzugeben, mit denen L\u00fcgen \u00fcber die Kohle verbreitet wurden<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref10\" href=\"#fn10\">[10]<\/a><\/sup>; und hier, eben nur diese Stra\u00dfe entlang im Hunter Valley, wurde ein Deal f\u00fcr zwei gewaltige neue Kohlekraftwerke abgeschlossen<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref11\" href=\"#fn11\">[11]<\/a><\/sup>. Wie wird das alles gerechtfertigt? H\u00f6ren wir uns das Argument von Kepco an, der s\u00fcdkoreanischen Firma, die eine neue Kohlemine im Bylong Valley erschlie\u00dfen will, nicht weit n\u00f6rdlich von Joolundoo, wo Mirragan Gurrangatch fing. Als die Gerichte den Ausbau wegen Auswirkungen auf das Klima stoppten, war Kepcos Antwort: Unser Projekt wird einen vernachl\u00e4ssigbaren Beitrag zur Erderw\u00e4rmung leisten. Was bedeuten bei dem Stand der Dinge schon 200 Millionen Tonnen zus\u00e4tzliches CO2<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref12\" href=\"#fn12\">[12]<\/a><\/sup>?<\/p>\n<p>Eins der angenehmen Dinge beim Schreiben \u00fcber die Erderw\u00e4rmung ist, dass man sehr leicht an Informationen kommt. Die im vorigen Abschnitt genannten Artikel wurden aufgrund eines einfachen Kriteriums ausgew\u00e4hlt: Sie erschienen in den drei oder vier Tagen, die ich zum Schreiben dieses Textes brauchte, in den Nachrichten. Richtig: All diese Geschichten wurden zwischen dem 4. und 7. M\u00e4rz dieses Jahres publiziert. Seitdem wird es Hunderte weiterer solcher Meldungen gegeben haben. Das ist das Tempo der Ver\u00e4nderungen, mit denen wir zu tun haben, und so tief reicht das Problem.<\/p>\n<p>Die letzte Form der Leugnung ist die Leugnung des Aktivisten: die Vorstellung, diesmal werde es anders kommen, wenn wir so weitermachen, wie wir es seit einer Generation tun. Wir unterzeichnen Petitionen, essen biologisch angebautes Gem\u00fcse und nutzen erneuerbare Energien. Unterdessen steigt das CO2 in der Atmosph\u00e4re weiter an, und die Temperaturen gehen nach oben.<\/p>\n<div id=\"attachment_5132\" style=\"width: 864px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5132\" class=\"size-full wp-image-5132\" src=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/co2_mauna_loa-re35.jpg\" alt=\"CO2 over 50 years\" width=\"854\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/co2_mauna_loa-re35.jpg 854w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/co2_mauna_loa-re35-300x228.jpg 300w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/co2_mauna_loa-re35-768x585.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 854px) 100vw, 854px\" \/><p id=\"caption-attachment-5132\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 5: Atmosph\u00e4risches CO2 in den letzten 50 Jahren.<br \/>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.esrl.noaa.gov\/gmd\/webdata\/ccgg\/trends\/co2_data_mlo.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.esrl.noaa.gov\/gmd\/webdata\/ccgg\/trends\/co2_data_mlo.pdf<\/a><\/p><\/div>\n<p>Das hier kann man als eine Grafik ansehen, die den CO2-Anstieg in der Atmosph\u00e4re seit der beschleunigten Industrialisierung nach dem Krieg zeigt. Alternativ k\u00f6nnte es auch eine Grafik sein, die den CO2-Anstieg in der Atmosph\u00e4re seit dem Beginn der modernen Umweltbewegung zeigt. Wie kann das sein? Es ist so, weil die Dinge, die wir tun, um dem Klimawandel vorzubeugen, bereits eingerechnet sind. Sie sind das Normale. Und das Nettoergebnis all dieser Bem\u00fchungen ist die Welt, in der wir jetzt leben. Wenn wir weiterhin dasselbe tun, werden wir weiterhin scheitern.<\/p>\n<p>Professor Jem Bendell, der ein \u00fcberzeugendes und detailliertes Bild von der Klimakatastrophe zeichnet, die sich f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte abzeichnet, spricht dagegen eher von \u201etiefgreifender Anpassung\u201c<sup class=\"footnote-ref\"><a id=\"fnref13\" href=\"#fn13\">[13]<\/a><\/sup>. Es ist ein In-Frage-stellen der grundlegenden Werte und der Orientierung f\u00fcr unser Leben. Die emotionale Belastung und geistige Not, die das Leben in einer zu Ende gehenden Welt mit sich bringt, betrachtet er dabei offen, und er fragt, wie das Leben wohl nach dem Zusammenbruch aussehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bendell er\u00f6rtert recht ausf\u00fchrlich die psychischen Auswirkungen, die es hat, wenn man sich der Klimakatastrophe stellt. Wir sind ver\u00e4ngstigt, verwirrt, entt\u00e4uscht und laufen sogar Gefahr, in Verzweiflung oder eine Depression zu st\u00fcrzen. Aber er weist auch darauf hin, dass Verzweiflung nicht \u00fcberall als etwas Schlechtes betrachtet wird. Die gro\u00dfen spirituellen Traditionen einschlie\u00dflich des Buddhismus w\u00fcrdigen Verzweiflung als etwas, das uns zu einer tiefgreifenden Selbstpr\u00fcfung und Ver\u00e4nderung anspornen kann. Denken wir an die Krise, die Siddhattha durchlebte, als er sich die universelle Wahrheit des Todes und Leidens klarmachte. Es gibt einen Ausweg, aber den findet man nicht durch Leugnen oder Verh\u00e4tscheln.<\/p>\n<p>Was h\u00e4tten wir denn in dieser Zeit einer nie dagewesenen Krise der Welt anzubieten, wenn wir das Beste aus unseren buddhistischen Traditionen heranziehen? Wir m\u00fcssen damit anfangen, die Wahrheit zu sagen; und das allein ist bereits viel. Zu viele von uns hegen ihre Sorgen und \u00c4ngste insgeheim und sind nicht in der Lage, dar\u00fcber zu sprechen, denn, nun, wann ist der richtige Zeitpunkt, um \u00fcber das Ende der Welt zu reden? Es geht nicht darum, andere in Verzweiflung zu st\u00fcrzen; viele sind im Stillen bereits verzweifelt. Selbst kleine Kinder sehen die Welt eher durch die Brille der Apokalypse denn der Utopie. Unser Lehrer hat uns gelehrt, dass alle Dinge verg\u00e4nglich sind, dass wir Ver\u00e4nderung nicht scheuen sollten, sondern jeden Tag bewusst und mit Mitgef\u00fchl leben.<\/p>\n<div id=\"attachment_5134\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5134\" class=\"size-full wp-image-5134\" src=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/astrid.jpg\" alt=\"astrid\" width=\"700\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/astrid.jpg 700w, https:\/\/www.samita.be\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/astrid-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-5134\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 6: Astrid (6) zeigt ihre Vision der Zukunft: ein Ort, an dem Fl\u00fcsse, Winde und Menschen von einem gigantischen \u201eCO2-Handabdruck\u201c bedroht werden.<br \/>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/en\/this-apocalyptic-is-how-kids-are-imagining-our-climate-future\/a-40847610\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.dw.com\/en\/this-apocalyptic-is-how-kids-are-imagining-our-climate-future\/a-40847610<\/a><\/p><\/div>\n<p>M\u00f6glicherweise ist das Wirksamste, das wir anzubieten haben, der Verzicht. Die Freude an Einfachheit und Zufriedenheit. Das Wissen aus eigener Erfahrung, dass ein einfaches Leben mit Klarheit und Leichtigkeit einhergeht. Genug ist genug, wie Mirragan schlie\u00dflich verstand. Zu oft wird Verzicht als rein kl\u00f6sterliche Tugend angesehen, aber gem\u00e4\u00df der Rechten Gedanken des edlen achtfachen Pfades gilt er f\u00fcr jedermann. Nicht mehr lange, und Verzicht wird nicht l\u00e4nger eine Entscheidung sein. Unsere Kinder werden weniger haben als wir, und ihre Kinder noch weniger. Weniger zu haben, weniger zu konsumieren ist die wirksamste Art, wie wir den Schaden, den wir verursachen, begrenzen und uns gleichzeitig darauf vorbereiten k\u00f6nnen, mit den Ver\u00e4nderungen, die wir nicht abwenden k\u00f6nnen, zurechtzukommen.<\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich noch einmal auf den Schl\u00fcssel zu Mirragans Erfolg hinweisen: Er arbeitete mit seinen Freunden zusammen. Der Buddha bezeichnete gute Freundschaft als das Ganze des spirituellen Pfades, und die Schaffung sinnvoller und bewusst konzipierter Gemeinschaften (Sangha) war stets ein Kernpunkt seines Lehrsystems; und durch den Sangha hat der Dhamma 2.500 Jahre lang \u00fcberlebt. In k\u00fcnftigen Tagen werden die \u00dcberlebenden nicht die Prepper oder \u00dcberlebensk\u00fcnstler in ihren Bunkern sein oder die Milliard\u00e4re mit ihren von Mauern umgebenen Grundst\u00fccken und Privatarmeen. Es werden die Dorfbewohner und Stammesv\u00f6lker sein. Die wissen n\u00e4mlich, wie man zusammenarbeitet, wie man kleine \u00f6rtliche Arbeits- und Tauschsysteme schafft; sie verstehen und respektieren das Land und den Himmel und das Wasser, die Tiere und die Pflanzen. Diese F\u00e4higkeiten findet man noch in buddhistischen D\u00f6rfern in Asien \u2014 vielleicht sollten wir anfangen, von ihnen zu lernen.<\/p>\n<p>Mirragan verfolgte sein Ziel, grimmig und unerbittlich. Aber er war es zufrieden, nur ein St\u00fcck Fleisch zu essen und den gro\u00dfen Schlangengeist am Leben zu lassen, sicher in den Tiefen. So kam es, dass beide \u00fcberlebten und bis heute in dieser Landschaft lebendig sind. Solche Zur\u00fcckhaltung, solche Weisheit haben wir nicht an den Tag gelegt. Wir t\u00f6ten die Schlange, vergiften ihre Wasser und l\u00f6schen ihre W\u00e4lder aus.<\/p>\n<p>Ich komme nicht hierher, um Hoffnung zu bringen. Daf\u00fcr ist es zu sp\u00e4t. Wir brauchen keine Hoffnung; was wir brauchen, ist Mut. Bleibt nahe beisammen, helft euch gegenseitig, lebt ein einfaches Leben in der Welt, wie sie ist, und lauscht der Wahrheit, die die B\u00e4ume euch zuwispern. Scheut euch nie, vorzutreten und die F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen, um eure Weisheit und euer Mitgef\u00fchl einzubringen. Als \u00dcbende eines spirituellen Pfades steht es uns an, aufrichtig und realistisch zu sein, ein Beispiel zu geben, wie man angesichts radikaler Ver\u00e4nderung leben kann. Verg\u00e4nglichkeit steht im Mittelpunkt unserer Philosophie: Bist du bereit, das zu leben? Diese Welt, so sch\u00f6n und so zerbrechlich, braucht dich mehr als du denkst.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Quellen f\u00fcr die Geschichte von Gurrangatch und Mirragan<\/h2>\n<ul>\n<li>\u201eGurrangatch gegen Mirragan.\u201c M\u00fcndlicher Bericht von Tante Val Mulcahy. Ver\u00f6ffentlicht bei ABC \u201eMother Tongue\u201c, Sean O&#8217;Brien, Produzent, 29. Januar 2015.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/open.abc.net.au\/explore\/86834\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/open.abc.net.au\/explore\/86834<\/a><\/li>\n<li>\u201eEinige Mythen und Legenden der australischen Aborigines.\u201c W.J. Thomas. Erstver\u00f6ffentlichung 1923.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sacred-texts.com\/aus\/mla\/mla18.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.sacred-texts.com\/aus\/mla\/mla18.htm<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Fu\u00dfnoten<\/h2>\n<ol class=\"footnotes-list\">\n<li id=\"fn1\" class=\"footnote-item\">\u201cItaly sees 57% drop in olive harvest as result of climate change, scientist says.\u201d Arthur Neslen, The Guardian, 5 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2019\/mar\/05\/italy-may-depend-on-olive-imports-from-april-scientist-says\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2019\/mar\/05\/italy-may-depend-on-olive-imports-from-april-scientist-says<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref1\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn2\" class=\"footnote-item\">\u201c\u2018Now\u2019 is the time for new coal plants, resources minister says.\u201d Katharine Murphy, The Guardian, 7 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/australia-news\/2019\/mar\/07\/now-is-the-time-for-new-coal-plants-resources-minister-says\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/australia-news\/2019\/mar\/07\/now-is-the-time-for-new-coal-plants-resources-minister-says<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref2\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn3\" class=\"footnote-item\">\u201cNSW election: Nationals\u2019 hold on environment policy drags down Coalition.\u201d Anne Davies, the Guardian, 7 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/australia-news\/2019\/mar\/07\/koalas-and-climate-to-the-fore-as-environment-looms-large-in-nsw-election\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/australia-news\/2019\/mar\/07\/koalas-and-climate-to-the-fore-as-environment-looms-large-in-nsw-election<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref3\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn4\" class=\"footnote-item\">\u201c\u2018Whole thing is unraveling\u2019: climate change reshaping Australia\u2019s forests.\u201d Graham Readfearn, The Guardian, 7 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/07\/whole-thing-is-unraveling-climate-change-reshaping-australias-forests\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/07\/whole-thing-is-unraveling-climate-change-reshaping-australias-forests<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref4\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn5\" class=\"footnote-item\">\u201cClimate change puts additional pressure on vulnerable frogs.\u201d Graham Readfearn, The Guardian, 6 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/06\/climate-change-puts-additional-pressure-on-vulnerable-frogs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/06\/climate-change-puts-additional-pressure-on-vulnerable-frogs<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref5\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn6\" class=\"footnote-item\">\u201cOut of sight, out of luck: the hidden victims of Australia\u2019s deadly heatwaves.\u201d Graham Readfearn, The Guardian, 4 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/04\/out-of-sight-out-of-luck-the-hidden-victims-of-australias-deadly-heatwaves\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/04\/out-of-sight-out-of-luck-the-hidden-victims-of-australias-deadly-heatwaves<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref6\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn7\" class=\"footnote-item\">\u201c\u2018Falling out of trees\u2019: dozens of dead possums blamed on extreme heat stress.\u201d Lisa Cox, The Guardian, 7 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/07\/falling-out-of-trees-dozens-of-dead-possums-blamed-on-extreme-heat-stress\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/07\/falling-out-of-trees-dozens-of-dead-possums-blamed-on-extreme-heat-stress<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref7\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn8\" class=\"footnote-item\">\u201cAustralia\u2019s marine heatwaves provide a glimpse of the new ecological order.\u201d Joanna Khan, The Guardian, 5 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/05\/australias-marine-heatwaves-provide-a-glimpse-of-the-new-ecological-order\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/05\/australias-marine-heatwaves-provide-a-glimpse-of-the-new-ecological-order<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref8\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn9\" class=\"footnote-item\">\u201c\u2018We cannot swim, we cannot eat\u2019: Solomon Islands struggle with nation\u2019s worst oil spill.\u201d Eddie Osifelo and Lisa Martin, The Guardian, 6 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/06\/solomon-islanders-suffer-worst-oil-spill-nations-history-bulk-carrier-bauxite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/06\/solomon-islanders-suffer-worst-oil-spill-nations-history-bulk-carrier-bauxite<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref9\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn10\" class=\"footnote-item\">\u201cRevealed: Glencore bankrolled covert campaign to prop up coal.\u201d Christopher Knaus, The Guardian, 7 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/business\/2019\/mar\/07\/revealed-glencore-bankrolled-covert-campaign-to-prop-up-coal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/business\/2019\/mar\/07\/revealed-glencore-bankrolled-covert-campaign-to-prop-up-coal<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref10\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn11\" class=\"footnote-item\">\u201cDeal signed for huge coal-fired power plants in Hunter Valley, Hong Kong firm says.\u201d Ben Smee, The Guardian, 6 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/australia-news\/2019\/mar\/06\/deal-huge-coal-fired-power-plant-hunter-hong-kong\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/australia-news\/2019\/mar\/06\/deal-huge-coal-fired-power-plant-hunter-hong-kong<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref11\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn12\" class=\"footnote-item\">\u201cKorean company planning Bylong Valley mine dismisses climate threat.\u201d Lisa Cox, The Guardian, 6 March 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/06\/korean-company-planning-bylong-valley-mine-dismisses-climate-threat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/mar\/06\/korean-company-planning-bylong-valley-mine-dismisses-climate-threat<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref12\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn13\" class=\"footnote-item\">\u201cDeep Adaptation: A Map for Navigating Climate Tragedy.\u201d Jem Bendell, 26 July 2019.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/jembendell.wordpress.com\/2018\/07\/26\/the-study-on-collapse-they-thought-you-should-not-read-yet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/jembendell.wordpress.com\/2018\/07\/26\/the-study-on-collapse-they-thought-you-should-not-read-yet\/<\/a> <a class=\"footnote-backref\" href=\"#fnref13\">\u21a9<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Essay von Bhante Sujato; deutsch von Anagarika Sabbamitta.) Diesen Aufsatz hat Bhante Sujato bei einer Plenarsitzung auf der Sakyadhita-Konferenz 2019 in Leura, NSW, vorgetragen. Die Erderw\u00e4rmung stellt eine nie dagewesene Bedrohung f\u00fcr das \u00dcberleben unserer Zivilisation und Kultur dar, sogar&#8230;<br \/><a class=\"read-more-button\" href=\"https:\/\/www.samita.be\/de\/2019\/07\/22\/deutsch-die-schlange-gurrangatch-und-der-jager-mirragan\/\">Mehr Lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5120","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5120"}],"version-history":[{"count":60,"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5120\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5295,"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5120\/revisions\/5295"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.samita.be\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}