Samita ASBL

Ven. Vimala

ordination

Venerable Vimala ist eine nicht-binäre ordinierte Person und wurde 1967 in den Niederlanden geboren. Sie studierte Geophysik und Betriebswirtschaft, ehe sie sich neu orientierte und dem buddhistischen Orden beitrat.

Schon früh im Leben interessierte sie sich für Meditation, kam aber erst 2001 in Kontakt mit den Lehren des Buddha. Nachdem sie einige Zeit in der Goenka-Tradition geübt hatte, entstand der Wunsch, die Ordination zu nehmen. 2008 nahm sie im Pyu-Tawye-Kloster in Burma eine zeitlich begrenzte Ordination; dort wurde sie sich der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in den traditionellen buddhistischen Ländern bewusst. Nachdem sie auch mehreren voll ordinierten Nonnen sowie Ajahn Brahm begegnet war, begann sie, sich für die volle Ordination zu interessieren, um mitzuhelfen, die Übertragungslinie der Bhikkhunīs zu fördern und den Weg zur vollen Ordination für Frauen zu ebnen, so wie es für Männer schon immer möglich war.

Nach Klosteraufenthalten in Deutschland und Australien nahm sie schließlich 2016 in Los Angeles die höhere Ordination zur Bhikkhunī mit Ayya Gunasārī vom Kloster Mahapajapati als ihrer Anleiterin.

In Australien begegnete sie auch Bhante Sujato, der zu den treibenden Kräften hinter der vollen Ordination für Frauen gehört. Ven. Vimala schloss sich 2013 dem Team von SuttaCentral.net an und fügte über die Jahre viele Suttaübersetzungen und Parallelen zu der Webseite hinzu. Durch Bhante Sujatos Arbeit wurde sie angeregt, mehrere Artikel über die Herausforderungen und die Diskriminierung zu schreiben, denen Frauen und LGBTIQA+-Personen in buddhistischen Einrichtungen begegnen.

Ven. Vimala gehört zu den Gründungsmitgliedern von Samita ASBL, einer Organisation mit dem Ziel, in Europa ein Kloster aufzubauen, und war Mitbegründerin des Klosters Tilorien, einer Klostergemeinschaft, die sich auf frühe buddhistische Lehren gründet. Das Kloster Tilorien wurde mit dem Ziel errichtet, einen Ort zum Üben für Bhikkhunīs und andere Nonnen zu bieten und gleichzeitig LGBTIQA+-Personen und anderen unterrepräsentierten Gruppen zu helfen, sich im Dhamma zu entwickeln.